2025 Mit dem Wohnmobil nach Tirol
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Die erste Woche - Chiemsee bis Itter
Tag 1 – Von Zuhause nach Hilpoltstein (672 km)
Endlich war es so weit: Der erste große Reisetag stand vor der Tür. Wir starteten früh am Morgen, das Wohnmobil vollgepackt und die Stimmung irgendwo zwischen Vorfreude und Reisefieber. Die 672 Kilometer lagen wie ein kleines Abenteuer vor uns.
Die Fahrt war lang, aber irgendwie hatte sie etwas Befreiendes – Kilometer für Kilometer ließen wir den Alltag hinter uns.
Am späten Nachmittag erreichten wir Hilpoltstein. Ein hübscher Ort, eingebettet in eine ruhige, fränkische Landschaft. Wir stellten das Wohnmobil ab, streckten uns einmal richtig durch und trafen uns dann mit Freunden, die extra mit dem Wohnmobil vorbeikamen.
Der Abend wurde gemütlich: Lachen, Gespräche, ein gutes Getränk und das Gefühl, angekommen zu sein – obwohl die Reise ja gerade erst begonnen hatte. Gegen 2 Uhr krochen wir müde, aber zufrieden ins Bett des Wohnmobils. Der erste Tag war geschafft.
Hier kannst du direkt zum Tag 3 bis 12 springen.
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Tag 12
Tag 2 – Weiterfahrt nach Nattheim (112 km)
Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns am nächsten Vormittag wieder auf den Weg. Im Vergleich zum Vortag waren die 112 Kilometer geradezu ein Katzensprung. Wir nahmen es entspannt und genossen die ruhige Fahrt.
In Nattheim angekommen, suchten wir uns einen Platz, machten einen Kaffee und ließen erst einmal die Seele baumeln. Die Umgebung war ländlich, friedlich und genau richtig, um einen Reisestopp einzulegen. Der Tag verging ruhig – ein bisschen ausruhen, ein bisschen planen, ein bisschen nichts tun.
Manchmal sind das die besten Momente.
Tag 3 – Von Nattheim zum Chiemsee (275 km)
Gut ausgeschlafen ging es weiter Richtung Süden. Die 275 Kilometer führten uns durch immer schönere Landschaften: Wälder, Hügel, Alpen in der Ferne – man merkte, dass wir dem Süden Deutschlands näherkamen.
Dann endlich: der Chiemsee! Als wir ankamen, lag der See glitzernd vor uns, und die Berge zeichneten eine perfekte Kulisse dahinter. Wir suchten uns einen schönen Campingplatz in Bergen (Campingplatz Wagnerhof), bauten alles in Ruhe auf genießten den Abend mit einem Glas Rotwein. Im nachherein könnte es auch eine Flasche gewesen sein.
Tag 4 – Radtour am Chiemsee
Heute blieb das Wohnmobil stehen. Stattdessen sattelten wir die Fahrräder und machten uns auf zu einer Tour am Chiemsee entlang. Der See zeigte sich von seiner besten Seite: glasklares Wasser, leichter Wind, die Sonne im Rücken.
Wir fuhren gemütlich, hielten immer wieder an, machten Fotos, tranken etwas und genossen die Aussicht. Die Radtour war entspannt, aber doch ein kleines Stück Abenteuer – genau das Richtige, um die Region wirklich zu erleben.
Am Abend saßen wir noch lange draußen, schauten über den See und ließen einfach die Ruhe wirken.
Tag 5 – Weiterfahrt nach Ittern (88 km)
Der Abschied vom Chiemsee fiel uns fast ein bisschen schwer. Aber die Reise ging weiter – nächste Station: Ittern. Die 88 Kilometer waren schnell geschafft, und unterwegs wechselte die Landschaft wieder.
Ittern begrüßte uns mit einer ruhigen, freundlichen Atmosphäre. Wir suchten uns einen Platz, machten es uns bequem und ließen den restlichen Tag langsam ausklingen.
Man merkt langsam, wie man in den Reisemodus hineingleitet – alles wird entspannter, leichter und irgendwie freier.
Tag 6 – Ein besonderer Tag in Itter: Angeln mit Freunden
Der Tag begann ruhig in Itter, ohne Zeitdruck und ohne große Pläne – genau so, wie man es im Urlaub mag. Irgendwann kam die Idee auf, zum nahegelegenen Angelsee zu fahren. Also setzte ich mich aufs Fahrrad und machte mich alleine auf den Weg. Die Fahrt dorthin war entspannt, frische Luft, Bewegung und das gute Gefühl, einfach unterwegs zu sein.
Am Angelsee angekommen, traf ich dann meine Freunde. Die Atmosphäre war sofort locker und freundlich. Das Schöne dort: Man konnte sich direkt vor Ort eine Angel ausleihen, ganz unkompliziert. Nach einer kurzen Einweisung ging es auch schon los.
Und dann hatte ich tatsächlich Glück – kaum hatte ich die Angel richtig im Wasser, hatte ich auch schon einen Fisch an der Leine. Ein Moment, der einfach Spaß macht und den man nicht vergisst. Nach dem Fang wurde der Fisch ausgenommen und gewogen: 400 Gramm. Der Preis dafür war mehr als fair – nur 4 Euro.
Direkt neben dem See gab es ein Restaurant, und das Beste daran: Man konnte seinen frisch gefangenen Fisch dort abgeben und zubereiten lassen. Kurze Zeit später saßen wir gemeinsam am Tisch und bekamen unseren eigenen Fang, frisch zubereitet, mit Beilage serviert. Für die komplette Zubereitung inklusive Beilage zahlten wir nur 10 Euro. Frischer geht es kaum – vom See direkt auf den Teller.
Natürlich wollte ich danach noch mehr Fische fangen. Also wieder zurück ans Wasser, Angel rein und hoffen auf den nächsten Biss. Doch diesmal hatte ich kein Glück mehr – kein Zupfen, kein Biss, nichts.
Aber auch das gehört zum Angeln dazu und tat der guten Stimmung keinen Abbruch.
Am Ende fuhren wir entspannt zurück, satt, zufrieden und um ein schönes Erlebnis reicher. Ein Tag, der zeigt, wie besonders die einfachen Dinge auf Reisen sein können.
Tag 7 – Radtour zur Käsealm: Sonne, Anstieg und Genuss
Der siebte Tag begann mit bestem Wetter. Die Sonne strahlte vom Himmel, es war warm und genau richtig für eine ausgedehnte Radtour. Unser Ziel an diesem Tag: die Käsealm. Schon beim Losfahren war klar, das würde ein besonderer Tag werden.
Der Weg zur Käsealm hatte es allerdings in sich. Mit dem Fahrrad ging es stetig bergauf, ein ordentlicher Anstieg, der Kraft und Durchhaltevermögen forderte. Aber die Aussicht, die frische Luft und das Wissen, dass oben eine Belohnung wartet, machten es leichter. Tritt für Tritt kamen wir höher, der Schweiß floss, aber die Stimmung blieb gut.
Oben angekommen trafen wir wieder unsere Freunde vom Campingplatz. Erst einmal hieß es durchatmen und ankommen. Ich machte mich am Brunnen etwas frisch – kaltes Wasser im Gesicht, Hände ins klare Nass, das tat richtig gut nach dem Aufstieg.
Dann setzten wir uns zusammen, genossen die Sonne und gönnten uns ein leckeres Bier. Dazu gab es eine köstliche Käseplatte mit Brot, Schinken und Gemüse – genau das Richtige nach der Anstrengung. Wir saßen lange beisammen, redeten, lachten und genossen einfach den Moment.
Gut gestärkt traten wir schließlich den Rückweg an. Dieser war deutlich entspannter, denn nun ging es über weite Strecken bergab. Rollen lassen, den Fahrtwind spüren und die Landschaft genießen – besser hätte der Tag kaum enden können.
Es war ein rundum gelungener Tag und ein perfekter Abschluss unserer ersten Reisewoche. Solche Tage sind es, die man mitnimmt und lange in Erinnerung behält.


